Was ist Streuobst

29. März 2010

„Streuobst“ bzw. „Streuobstbau“ ist ein Begriff der vom Naturschutz in Deutschland geprägt wurde. Unter Streuobstbau werden im engeren Sinne hochstämmige Obstbäume auf Wiesen verstanden – also die klassischen Streuobstwiesen, dies ist aber nur eine Ausformung.

Der Streuobstbau umfasst nach dem in Österreich verbreiteten Verständnis den landschaftsprägenden extensiven Obstbau in vielfältiger Form: Streuobstwiesen, Obstbäume in Weingärten, Obstbäume auf Ackerflächen, markante Einzelbäume und Grenzbäume, Obstbäume am Straßenrand, Obstalleen. In allen Fällen handelt es sich um großkronige Obstbäume die extensiv gepflegt werden (d.h. ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln und ohne Kunstdünger) und die das Landschaftsbild prägen.

Typisch ist weiters die Vielfalt an Obstsorten und die Mischung von Obstarten, die Mischung von Baumformen und die Mischung aller Altersstufen.

Neben der Sortenvielfalt liegt der Wert des Streuobstbaues in seiner ökologischen Funktion als Lebensraum für Pflanzen und Tiere, dem Stellenwert für die Landschaft und damit auch für Erholung, Tourismus und regionale Identität, aber auch als Erwerbsstandbein und Basis der Eigenversorgung.

Streuobstbestände sind Teil der Kulturlandschaft, sie sind vom Menschen geschaffen, ihr Weiterbestand ist nur gesichert wenn sie gepflegt und bewirtschaftet werden.

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